Usability, Service und andere bibliotheksfremde Begriffe

Ich musste kürzlich zu einer LV über Usability bei einer Gruppenarbeit einige Leute dabei filmen, beobachten, und anschließend interviewen, wie sie auf einer Webseite vier Aufgaben lösen.

Meine beiden KandidatInnen hätten unterschiedlicher nicht sein können: ein Informatiker Anfang dreißig und eine Nicht-Technikerin um die 60. Die weibliche Testperson ist aber nicht technophob – Sie hat einen Kindle, nutzt ihr iPad gerne und viel, hat ein iPhone, macht am Computer Fotobücher, die sie dann online bestellt, emailt, facebookt, whatsappt.

Die Probleme die beim Test auftraten waren einander ähnlich und die meisten Testpersonen sind über die selben Hürden gestolpert. Mich haben die Untschiede in der Reaktion, die die Testpersonen auf diese Probleme hatten, überrascht. Wenn etwas nicht funktioniert hat, war bei ihm die grottig gemachte Webseite Schuld und bei ihr lag es eindeutig daran, dass sie sich mit dem Internet nicht gut genug auskennt.

An diese Usability-Tests denke ich jetzt jedesmal, wenn ich eine Webseite benutzen muss, die ich viel zu umständlich finde. Heute musste ich mich zum Beispiel bei den Wiener Linien registrieren, die Registrierung per geemailtem Link bestätigen, mich dann einloggen, dann den richtigen Menüpunkt finden, unter dem dann der Menüpunkt “Foto hochladen” zu finden war, damit ich dort ein Foto hinaufladen konnte und von dem Foto einen Bildausschnitt festlegen. In dem per Post zugesandtem Folder stand nichts von der Größenbeschränkung bzw maximalen Auflösung des Bildes, das durfte ich mittels Fehlermeldung herausfinden. Die war wengistens gut lesbar und an der richtigen Stelle.

Immer wenn ich solche umständlichen Dinge tun muss, denke ich daran, dass die Webseite wohl von jemandem designt und programmiert wurde, der eher meine erste Testperson im Kopf hatte, als die zweite.

Und was ich außerdem ganz stark befürchte: Dass sich niemand dieser DesignerInnen/ProgrammiererInnen überhaupt die Mühe gemacht haben, fünf verschiedene Personen mit ein paar typischen Aufgabenstellungen vor einen Rechner zu setzen und zu beobachten und dann Konsequenzen aus den Beobachtungen zu ziehen.

Und das merkt man. Die meisten Seiten sehen mittlerweile nett aus, haben die abgerundeten Ecken, die Farbschemen und Buttons, die man von einer modernen Seite erwartet. Aber die Usability lässt oft sehr zu wünschen übrig. Das fällt besonders im Vergleich mit Seiten auf, wo keine öffentlichen Einrichtungen oder andere riesigen Bürokratien dahinterstecken.

Mein aktuelles Beispiel: Für einen Vortrag nächste Woche aktualisiere ich gerade meine Infos zu Streaming-Diensten. Also habe ich mich bei netflix für ein Probemonat registriert (Was tut man nicht alles für die Arbeit ;-)) . Ich musste Emailadresse eingeben, Passwort ausdenken, eines von drei möglichen Modellen wählen und meine Kreditkartendaten angeben. Fertig. Ich kann jetzt ein Monat lang kostenlos am Tablet und im Browser so viele Filme und Serien schauen, wie ich will. Später dann um 8€ pro Monat, weniger als die momentane Rundfunkgebühr für Wien

Nach der Registrierung kommt man zu einer Seite wo man aufgefodert wird, drei Filme/Serien auszuwählen, die gefallen haben, damit Filme vorgeschlagen werden können. Wenn man dann einen anklickt, kann man bewerten, angeben, dass er nicht interessiert oder abspielen. Außerdem gibt es ein Suchfeld und man kann nach Kategorien browsen.

Was mir sofort positiv aufgefallen ist:

  • Sehr, sehr wenig Text. Kein “Willkommen bei…” “Hier können Sie …” – das liest eh niemand
  • große, gut erkennbare Coverbilder – da stehen eh alle erstmals relevanten Infos drauf!
  • sofort personalisiert aufgrund von sehr wenigen Angaben von mir und nach Popularität sortiert
  • sinnvolle Sortieroptionen (Release Datum und nicht Datum der Titelaufnahme!)
  • man muss nichts installieren damit es funktioniert
  • es gibt eine App für Tablets, die genauso einfach zu bedienen ist. Die Webseite weiß, was ich in der App gemacht habe und umgekehrt
  • man kann verschiedene NutzerInnen definieren, um getrennte Empfehlungen zu erhalten. Es ist einfach, dass alle Personen in meinem Haushalt den Service nutzen ohne sich in die Quere zu kommen.
  • netflix schafft es, Themen und Zielgruppen nicht zu vermischen (Okay, das ist ein Pet Peeve von mir, aber Kinder, Jugendliche, Belletristik und Musik gehörten nicht in eine Aufzählung – da werden Zielgruppe, Thema und Medienart vermischt. Facetten, Leute. FACETTEN!)

Vereinfacht gesagt: Man merkt an der jeweiligen Webseite: die Wiener Linien brauche ich, aber netflix will ich.

Mit dieser Ausgangssituation habe ich es schwer, zukünftigen BibliothekarInnen etwas über “AV-Medien” zu erzählen. (Ja, der Begriff kommt noch immer im Lehrveranstaltungstitel vor)

Nennt mich pessimistisch, aber ich rechne mir keine besonders guten Chancen für die DVD-Abteilungen der Bibliotheken aus, wenn Film- und Serien-Streaming immer günstiger und einfacher zu bedienen wird und man dafür nichtmal außer Haus gehen muss (eventuell ein Faktor den ich im Jänner bei -4°C überbewerte). Ich glaube dass der Faktor “NutzerInnen sollen sich bei der Bedienung nicht unzulänglich fühlen” von Bibliotheken unterschätzt wird.

Ich kontaktiere gerade BibliothekarInnen, die ich kenne, um Zahlen zu kriegen, die meine Theorie bestätigen oder eben auch nicht. Wenn wer Zahlen posten oder mir senden kann, nur zu!

(Edited for typos)

Kaufen, kaufen, kaufen Sie!

Seit ein paar Wochen wird über den Kaufbutton diskutiert (z.B. auf bibliothekarisch.de), den einige Onleihen testweise eingeführt haben. Vieles ist schon gesagt worden, aber hier sind noch ein Paar Fragen, die ich habe, bzw. Punkte, die mir unklar sind.

  • Für wieviel Prozent Beteiligung verkaufen die teilnehmenden Bibliotheken ihre Seelen? Wer legt diesen Prozentsatz fest? Händler oder Verlag?
  • Erhalten die Bibliotheken nur einen Prozentsatz von dem konkreten eBook, dass angeklickt wurde oder von allen Produkten die in der “Session” von der Kundin im Webshop gekauft werden? (Vgl. Amazon Affiliate Programm)
  • Wie lange wird die “Testphase” dauern, bei der nur der ekz Shop eingebunden werden kann. Und ist dieser Zeitrahmen ungefähr so verlässlich, wie zum Beispiel das Android Streaming?
  • Wie erklärt man BibliotheksnutzerInnen, dass Hörbücher auf dem verlinkten Webshop als MP3 heruntergeladen werden können, aber in der Onleihe nicht
  • Gibt es auch ebooks im Shop, die man als Onleihe nicht lizensieren kann? Spätestens wenn die Pilotphase abgeschlossen ist und beliebige Buchhändler eingebunden werden können, wird das wohl der Fall sein. Das finde ich BibliotheksnutzerInnen noch schwieriger zu erläutern als das Format Problem.
  • Ist sofortwelten.de wirklich, wirklich das beste, das ekz eingefallen ist? Wirklich jetzt? “Sofort” als Verkaufsargument für einen Online Shop erscheint mir echt nicht besonders neu, spannend oder einfach merkbar. Schlimmer wäre nur noch vonzuhauseeinkaufen.de.
  • Werden die Zahlen, wieviel eingenommen wurde und mit welchen /wievielen Titeln eigentlich veröffentlicht? Ich bin gespannt auf die Jahresberichte der Pilotbibliotheken.
  • Finde das nur ich eigenartig, dass jedes Projekt auf diversen Konferenzen präsentiert wird und so ein großer Schritt in keinem Fachmedium angekündigt oder diskutiert wird?
  • Gibt es diese Information für Onleihe-Kundinnen eigentlich (Ich bin derzeit in keiner Bibliothek tätig)? Oder sind das geheime Geheiminformationen? Ich fände ja Transparenz bei öffentlichen Einrichtungen begrüßenswert.

Heute habe ich einen Leihmodell-Vergleich gelesen, bei dem Onleihe, Readfy und Skoobe getestet werden und Skoobe am besten bewertet wird, sowohl was Auswahl als auch Verfügbarkeit betrifft. Außerdem hat Amazon heute ihr Flatrate Kindle Unlimited für Deutschland angekündigt.

Und das bemerkenswerteste, das die Onleihe in den letzten Monaten hervorgebracht hat, ist eine Möglichkeit, nicht nur an Bibliotheken Geld zu verdienen, sondern auch an den EndkundInnen.

Oh, bevor ich es vergesse: Nachdem voriges Jahr bei Adobe ein paar Millionen E-Mailadressen und Passwörter geleakt wurden, u.a. wegen schlechter Security Praxis, hat heute jemand gepostet, dass die neue Version von Adobe Digital Editions im großen Stil nachhause telefoniert. Das wird zwar gerne mit “wen überrascht’s?” kommentiert, aber das Ausmaß mit dem Daten unverschlüsselt gesendet werden, auch von Büchern die nicht in ADE hineingeladen werden ist erschütternd.

Zusammenfassend gesagt: Es ist fraglich, ob das Geschäftsmodell der Onleihe auf längere Zeit hält. Die Konkurrenz ist groß und neue, innovative Ansätze sind nicht zu erwarten. Und jetzt gibt es Bibliotheken, die ihre NutzerInnen auch noch einreden möchten, es ist eine gute Idee, nicht auf die eBooks zu warten, sondern sie zu kaufen (wobei das strenggenommen ja kein Kauf ist sondern der Erwerb von beschränkten Nutzungsrechten).

Büchertisch mal anders

Ich hab kürzlich erst wieder mit einer Bibliothekarin über Präsentation von Büchern diskutiert. Ich finde, dass Bibliotheken oft nicht besonders geschickt darin sind, die Vielfalt ihrer Sammlung zur Geltung zu bringen.

Manchmal gibt’s italienische Krimis. Dann werden die skandinavischen Krimis herausgegriffen. Von den Provinzkrimis sind viel zu wenige vorrätig, als dass man sie mit einem Büchertisch bewerben könnte.

Aber eigentlich gibt’s doch viele Bücher, die in keine dieser Kategorien fallen und keine Neuerwerbungen sind und die man irgendwie hervorheben möchte. Weil man keine “Nicht neu – aber auch interessant”-Ausstellung machen möchte, und sich keine andere Kategorie anbietet (wie z.B. Akazien im Sonnenuntergang) landen sie dann kommentarlos im in einem Präsentationsregal. Schade, oder?

Eine sehr spannende Idee dazu, habe ich in einer Londoner Buchhandlung gesehen:

 

BüchertischAm Büchertisch “This is not an exit” liegen Bücher, die in eine Kopie ihrer eigenen letzten Seite eingepackt sind. Aber der Text dieser Seite ist absichtlich verschwommen. Nur der allerletzte Satz des Buches ist lesbar.

Das Regal mit Klassikern hat mich nicht besonders angezogen. Aber bei diesem Büchertisch hab ich sofort zugegriffen und versucht, die Titel zu erraten. Es war übrigens viel schwerer als ich dachte. Das einzige Buch dass ich erraten habe, konnte ich nur wegen der außergewöhnlichen Interpunktion (bzw. Abwesenheit derselben) erraten.

 

wpid-20140523_113453.jpgSo sieht das dann in Großaufnahme aus.

Wer kennt den letzten Satz und kann ihn zuordnen?

 

 

 

 

 

Büchertisch mit dem Schild "I have a name you know" und Stapeln von Büchern mit "Girl" im TitelEin anderes Beispiel aus der Buchhandlung war der Büchertisch “I have a name you know!”. Auf dem Tisch liegen lauter Bücher mit Girl im Titel, darunter z.B. “The Girl With the Pearl Earring” und “The Girl with the Dragon Tattoo”.

Eine witzige Idee, wie ich finde. Es errinnert mich ein wenig an diverse tumblr, die Werbeklischees aufgreifen und sich darüber lustig machen.

Nur dass in dem Fall zusätzlich durchklingt, dass die Bücher interessant sind, auch wenn ihre Namensgebung vielleicht unoriginell war und von Werbestrategie statt Inhalt bestimmt.

 

And now for something completely different

Ich habe hier ja schon angedeutet, dass ich im Oktober von Linz nach Wien übersiedelt bin und in Wien auf Jobsuche war. Nachdem es länger gedauert hat als erwartet, haben viele Bekannte und FreundInnen irgendwann gefragt, ob ich die Zeit nicht für Fortbildung nutzen möchte. Meine Antwort: sofort, wenn mir einfällt, was.

Ich hab damals dem AMS (österr. Arbeitsamt) gesagt, dass ich gerne einen Social Media Management Kurs belegen würde. Die Antwort: Ja, gibt es; ja da sind sogar noch Plätze frei. Schade, da sind Sie zu alt dafür. Der ist nur für TeilnehmerInnen bis 25.

Nach fünf Monaten wollte mich mein Berater in einen der viel zitierten Sinnlos-Kurse, offiziell “Berufliche Umorientierung für Menschen über 30” schicken. Ich habe erklärt, dass ich mich nicht umorientieren möchte, weil ich gern Bibliothekarin bin. Als Kompromiss wurde ich stattdessen zu einem Info-Tag für ein technisches Studium an der Campus FH geschickt, weil “das mit Computern, das wird immer wichtiger” (O-Ton AMS Berater).

Ich bin ohne große Erwartungen dort hingegangen, weil ich mir nicht vorstellen konnte noch ein Studium zu absolvieren. Im Zuge des Infotages wurden aber auch viele anderen Möglichkeiten eine technische Ausbildung zu erlangen vorgestellt. Das ganze läuft unter dem Namen “FIT – Frauen in die Technik”, gehört zum abzwien und zielt grob gesagt darauf ab, Frauen weg von “frauentypischen” Berufen in technische Berufe zu bringen und bei der Ausbildung zu unterstützen.

Die meisten Ausbildungen sind technische Lehren, Kollegs und FH Bakkalaureate aber ein Angebot war ein 3-semestriger Lehrgang für App und Web Development. Der Lehrgang hat mich sofort interessiert: Die Inhalte finde ich spannend, 3 Semester sind ein überschaubarer Zeitraum und mit App und Web Development lässt sich auch im Bibliothekswesen etwas anfangen, wenn ich das in eineinhalb Jahren noch immer möchte.

Dann ging alles sehr schnell – meine Entscheidung, die Bewerbung, die Zusage. Der Beginn der Ausbildung war am 10. März. Seither gehe ich täglich von Mo – Fr um 8:45 an das Technikum Wien und studiere. Meine erste Prüfung (Projektmanagement) war vergangenen Freitag und habe ich bestanden. Nächsten Freitag ist die nächste Prüfung – IT Infrastruktur. In der LV haben wir das Linux Terminal kennengelernt, händisch Ubuntu installiert, nachdem wir die Festplatte partitioniert und ein Filesystem erzeugt haben. Nebenbei haben wir noch etwas über Netzwerke, IPv4 und regular expressions gelernt.

Es ist ein dichtes Programm, also. Es ist fordernd und ich muss mich erst wieder daran gewöhnen, mich für eine Prüfung vorzubereiten, aber ich finde es sehr spannend!

3 Gründe, warum mein Neujahrsvorsatz scheitern wird

Mein einziger Neujahresvorsatz (und der war nicht total ernst gemeint) war, in Zukunft bessere Blog Titel zu schreiben. Besser heißt in dem Fall für mich interessanter.

Als mir dann der Artikel 11 Scientific Facts About Why You’re Doing Blog Titles All Wrong in die Timeline gespült wurde, habe ich natürlich sofort nachgelesen was die Wissenschaft so herausgefunden hat.

(Nebenbemerkung: Kürzlich las ich das Buch “Trick or Treatment” von Simon Singh. In dem Buch geht es um die Wirksamkeit von alternativen Heilmethoden. Spoiler Alert: gibt es nicht. Er geht sehr ausführlich darauf ein, was eine seriöse Studie ausmacht. Seither fällt mir noch stärker auf, wie gerne “Wissenschaft”, “Studie” etc. bemüht wird.)

Kurz zusammengefasst meint der Blogpost, dass

  • Titel wichtig für retweets sind (no na)
  • Zahlen öfter angeklickt werden als Zahlwörter (aha)
  • es Wörter gibt, die öfter retweetet werden als andere (no na, lässt aber bedingt auf Titel schließen, mMn)
  • negative Titel öfter angeklickt werden als positive (aha)
  • Titel mit 25-27 Wörtern öfter angeklickt werden als andere (aha)
  • Titel mit mehr Verben und Adverben öfter angeklickt werden als solche mit Nomen und Adjektiven (no na)
  • Teasern angeblich nicht gut funktioniert (Bitte, bitte sagt das jemand Upworthy, buzzfeed, etc.?!)
  • man LeserInnen direkt ansprechen soll (no na)
  • Blogs nicht als Werbung dienen sollen(no na)
  • originell am besten ist (no na)

Es sind insgesamt nur 3 Dinge, die ich so nicht gewusst habe. Die Obsession mit Zahlen und (Besten-)Listen dachte ich eigenen sich nicht so sehr für die Themen über die ich so schreibe. Außerdem begegnen mir diese Titel oft bei Seiten wie buzzfeed, upworthy und so weiter, die keinen besonders guten Ruf genießen – hauptsächlich weil sie keinen eigenen Content erstellen, sondern Content von anderen zusammen mit gemeinfreien Fotos aggregieren und in Form von Bestenlisten veröffentlichen.

Andererseits würde es mir vielleicht leichter fallen meine Gedanken und Worte zu ordnen, wenn ich Blogposts so aufbaue. Ich hab mir mal zur Übung Titel für meine älteren Blogposts ausgedacht:

“5 Gründe, warum du die EU-Konsultation zum Urheberrecht ausfüllen solltest” (Heute letzter Tag übrigens!)

“3 Anzeichen, an denen du erkennst, dass das Bibliothekswesen in den letzten 20 Jahren Fortschritte gemacht hat.” (Zu positiv?)

“3 Features, die den Kindle zum Tolino-Killer machen. Und 1 Grund, warum du trotzdem zum Tolino greifst”

“10 Gründe warum Onleihe-Hörbücher für Android-NutzerInnen ein Krampf sind.”

Die Titelfindung hat überraschend viel Spaß gemacht, aber 100% zufrieden bin ich nicht. Ein bisschen hatschen die Titel noch, finde ich, und auf 26 Wörter komm ich nie! Aber wer weiß, wie die Statistik für Deutsch aussehen würde.

 

Die Angst der Bloggerin vor dem Update

Kennt ihr das Gefühl? Je länger der letzte Beitrag zurückliegt, umso schwieriger ist es, einen neuen zu schreiben. Logisch wäre es dann, schnell etwas zu schreiben. Je länger man wartet, umso schlimmer wird es ja.

Und es mangelt noch nicht einmal an Themen und Ideen. Auch Zeit ist momentan kein Hindernis für mich. Schuld allein ist meine Prokrastinitis illustriert durch folgendes Dilemma:

Ich beschließe zu einem bestimmten Thema zu schreiben. Da fällt mir ein, ich hab doch interessante Blogs/Artikel gespeichert, die ich darüber noch lesen wollte. Also öffne ich Pocket – eine sehr praktische App, in der man Artikel die man später lesen möchte speichern kann und die besagten Artikel ohne Werbung anzeigt.

Auf der Suche nach den relvanten Artikeln scrolle ich nach unten und wate durch dutzende, wenn nicht hunderte Artikel über die Zukunft und Gegenwart des Bibliothekswesens und die Zukunft der eBooks (und eBook-Reader).

Dabei fällt mein Blick auf eine interessante Schlagzeile. Ich beginne zu lesen. Mehr Ideen! Aber oh, bevor ich schreiben kann, muss ich noch ein wenig recherchieren…und so fängt die Schleife wieder von vorne an.

Nachdem ich beim letzten dieser Versuche bis ganz zum Anfang meiner Liste ungelesener Artikel gescrollt habe, habe ich einen interessanten Beitrag über die Verwendung von Evernote gelesen, die mein Verhältnis dazu ganz gut beschreibt: I’ve Been Using Evernote All Wrong. Here’s Why It’s Actually Amazing

Ich dachte, die Lösung meines ungelesene-Artikel-Chaos wäre es eigentlich, “berufliche” (im weitesten Sinne) und private Artikel zu trennen, vielleicht sogar mit unterschiedlichen Apps anzugehen. Aber das habe ich bisher nicht durchgezogen und es hat im Prinzip nur dazu geführt, dass ich verschiedene Sammlungen von Ideen, Artikeln, Infografiken and den unterschiedlichsten Orten (Bookmarks, Pocket, Evernote, Favorisierte Tweets,…) hatte, aber selten wusste wo genau. Und wer kann und will berufliche und private Interessen schon so genau trennen?

Mein Plan für 2014 ist nicht einfach “öfter bloggen”. Pfft, das kann sich jede/r vornehmen. Nein, mein Plan ist, meine Sammlung an interessanten Artikeln neu zu organisieren und den Umgang mit neu hinzukommenden so zu überarbeiten, dass ich damit arbeiten kann und nicht nur in einer endlosen Liste darin hinauf und hinunterscollen.

Habt ihr Systeme entwickelt/übernommen, die für euch gut funktionieren? Ich freu mich über Erfahrungsberichte!

Öffentliche Konsultation zur Überprüfung der Regeln zum EU-Urheberrecht

Mein Vorsatz für 2014 ist mir spannendere Titel für meine Blogposts auszudenken 😉

Mein Freund hat mich gerade darauf aufmerksam gemacht, dass es noch bis Anfang Februar eine EU-Konsultation zum Thema Urheberrecht gibt und E-Lending darin auch recht ausführlich behandelt wird.

Auf der Website steht sehr schön:

“Alle Interessensvertreter sind eingeladen, zu dieser Konsultation beizutragen. Es werden insbesondere Beiträge von Konsumenten, Nutzern, Autoren, Darstellern, Verlagen, Produzenten, Rundfunkunternehmen, Vermittlern, Verteilern und anderen Dienstleistern, Verwertungsgesellschaften, öffentlichen Behörden und Mitgliedstaaten gesucht.” (Hervorhebung durch mich)

Man kann die Fragen im Word oder Open Office Format herunterladen, in jeder der offiziellen EU Mitgliedssprachen beantworten und anschließend per E-Mail einsenden. Wobei anscheinend die Fragen im Open Office Format anders nummeriert sind, also mein Linux mit Open Office nutzender Freund Word empfiehlt.

Wer sich für 2014 vorgenommen hat, sich für Library E-Lending einzusetzen, dem/der empfehle ich sich Abschnitt III A. Access to content in libraries and archives vorzunehmen.

Wem das 36-Seiten Dokument zu viel Arbeit ist, oder den Aufruf an “ganz normale” NutzerInnen von eBooks weiterleiten möchte, kann sich auch die Help reform copyright!-Seite ansehen. Da kann man die Fragen ankreuzen, die einen persönlich betreffen. Dann werden einem die relevanten Fragen aus dem Konsultationsdokument inkl. Beantwortungsmöglichkeit angezeigt, die anschließend gleich verschickt werden können.

Es wäre cool, wenn jemand diese Seite für BibliothekarInnen und NutzerInnen von Bibliotheksebooks anpasst, damit wir den Aufruf weiter verbreiten und entsprechend viele Rückmeldungen von diesen beiden Positionen erhalten können. Eine Aufgabe, die wie geschaffen ist für Interessensvertretungen, wie ich finde. Damit könnte man womöglich sogar die Effektivität von Kampagnen messen?

In meiner kleinen bibliothekarischen Filterbubble hab ich noch nicht viel zu der Konsultation gelesen. Wenn mir was entgangen ist, freue ich mich sehr über Hinweise!

Guten Rutsch und ein gutes neues Jahr voller spannender Bücher 🙂

November 1993

Mein Freund hat ein 40 Jahre altes Buch aus der Universitätsbibliothek ausgeliehen, das wahrscheinlich schon 20 Jahre nicht mehr ausgeliehen worden ist. Er hat darin nämlich folgendes Lesezeichen gefunden:

TU1993Das ist die Erinnerung das Buch bis 12. November 1993 zurückzugeben mit dem schönen Text:

“Zur Beachtung:

Der Entlehner haftet für das ausgeliehene Werk so lange, als der große Abschnitt des Leihscheines amtlich erliegt. Bei Verlust oder Beschädigung des Werkes besteht Ersatzpflicht. Eine Verlängerung muß vor Ablauf der Leihfrist angesprochen werden, sonst treten die festgesesetzten (sic) Mahn- und Überschreitungsgebühren in Kraft.”

Darunter sind die Öffnungszeiten abgedruckt: Dienstag und Freitag sogar bis 15.30 Uhr!

Auf der Rückseite ist Werbung für das Lehrmittelzentrum.

Wenn ich mich das nächste Mal über nicht zielgruppengerechte Sprache beschwere oder über furchtbare Wörter (OPAC!) und Formulierungen im Bibliothekswesen motze, erinnert mich bitte an diesen Text! Es ist in zwanzig Jahren in Sachen Kommunikation doch einiges passiert. Und die Öffnungszeiten erst!

Totgesagte leben länger?

Ich war in den letzten Monaten etwas ruhig hier. Das lag unter anderem daran, dass ich ein hektisches letztes Monat in der Arbeit verbracht habe und seither weitere hektische Wochen lang Schachteln in Linz ein- und in Wien ausgepackt habe. In dieser Zeit hatte ich erstaunlich wenig Zeit Fachliteratur zu lesen, aber jetzt brüte ich schon mehrere Tage über dem Thema Selbstbild der BibliothekarInnen und damit zusammehängend, wie wir präsentiert werden, wie wir uns präsentieren und wie das ganze ankommt.

Ausschlaggebend für die Überlegung war das neue Video des dbv. Es heißt “Eine Hymne – Bibliotheksspot 2013” und wurde schon an mehreren Stellen zum Beispiel von Bibliotheksratte, Ultrà biblioteka, und Christoph Deeg) diskutiert.

Hier ein Zitat aus dem Text der Hymne, direkt von YouTube kopiert:

“Displays, Chancen, Bücherbusse, Tische,
Selbstverbuchung
Bücher, Opac´s, Unterhaltung, Langzeitarchivierung”

(Ein Accent aigu ist übrigens kein Apostroph.)

Der zitierte Text ist schon selten langweilig und weltfremd aber mehr noch als der lahme Text schockieren mich manche der Rückmeldungen zum Video, zum Beispiel:

” (…) Die “Stichworte” spiegeln die aktuelle Bibliothekwelt gut wider – Und warum müssen wir immer so tun, als hätten wir nichts mehr mit Büchern zu tun?” (bei YouTube)

Displays, Chancen, Bücherbusse, Tische, Selbstverbuchung, Bücher, Opac´s, Unterhaltung, Langzeitarchivierung?! O rly?

” (…) Ganz ehrlich: Wer solche Manschetten hat, “uncool” oder “dröge” zu wirken, sollte vielleicht kein Bibliotheksmensch werden – schließlich gehören zu unseren Nutzern nicht nur hippe Lifestyler, sondern auch normale Bücherleser (inkl. ruhesuchenden Grummelgreisen).” (bei YouTube)

Ich glaube es gibt da ein Missverständnis wozu ein Imagevideo gut ist.

“Also ich finde den ersten Film gut (Zielgruppenansprache und Darstellungweise sind klar und angemessen,. hoher Wiedererenungswert, humorvoll) (…)” (bei crocksberlin)

Ich suche noch nach dem Humor, aber wirklich unklar ist mir die Zielgruppenansprache. Außer die Zielgruppe sind BibliothekarInnen, dann ist es zumindest zur Hälfte gelungen, wenn man die Daumen hoch vs. runter bei YouTube betrachtet.

Das Video bzw manche Reaktionen darauf machen mich nachdenklich, wie sehr meine eigene Einstellung zum Bibliothekswesen, der Arbeit, der Aufgaben, der Zukunft, der Herausforderungen etc. sich von denen einiger (mancher? vieler?) BerufskollegInnen unterscheidet.

Dann kam der Kommentar von Kathrin Passig in der Zeit über die Zukunft des Papierverleihs.

Sie meint, dass die Aufgaben der Bibliotheken jetzt weitgehend vom Internet erfüllt werden und dass in Diskussionen darüber, was die Rolle der Bibliothek sein wird, immer die selben Argumente bemüht werden (z.B. Information filtern, kostenlos zugänglich machen, Zufallsfunde) die sie als widerlegt ansieht.

Wenig überraschend fühlten sich viele BibliothekarInnen die den Artikel gelesen haben auf den Schlips getreten und bemühen mal wieder die üblichen Argumente: Aber wir haben bessere Recherchekompetenz als die Digital Natives, aber das Internet ist doch gar nicht kostenlos, aber eBooks stagnieren in den USA bei 30%, also ist es mit der Digitalisierung nicht so wie vorhergesagt.

Die Bibliotheksverteidiger in dieser Diskussion übersehen meiner Meinung nach, dass es nicht relevant ist, ob wir BibliothekarInnen finden, dass wir (überspitzt ausgedrückt) besser sind als Google. Relevant für mich an dem Artikel ist, dass Kathrin Passig, so wie viele andere Menschen, keinen Nutzen in Bibliotheken sieht, weil wir diesen Nutzen nicht vermitteln können. Das Imagevideo des dbv ist ein Beispiel dafür. Ein interessanter Blogpost dazu wurde auch von @fahrenkrog retweeted: why i don’t use public libraries and how they might lure me back.

Und ich habe derzeit den Eindruck, dass die Vorstellungen von der Zukunft des Bibliothekswesens, die einige KollegInnen gebloggt haben (z.B @mediomartin hier und @digiwis hier), so schön sie klingen, aus heutiger Sicht nicht realistisch ist. Versteht mich nicht falsch, ich wünsche mir so eine Bibliothek der Zukunft und ich halte sie sogar für möglich. Aber sie ist keine natürliche Weiterentwicklung der derzeitigen Situation, sondern eine drastische Veränderung des derzeitigen Bibliothekswesen und ich vermute auch des Selbstverständnisses vieler BibliothekarInnen.

Vielleicht bin ich wegen der Fülle an Stellen, die derzeit im Öffentlichen Bibliothekswesen in Österreich ausgeschrieben sind (in Worten: keine), pessimistischer als sonst, aber ich fürchte, dass es nicht viele Bibliotheken gibt, die wenn an Kultur und Bildung (weiter) eingespart werden soll, überhaupt genügend Menschen ausreichend motivieren können, gegen Kürzungen, Schließungen etc. zu protestieren.

Ich frage mich auch, wieviele BibliothekarInnen, außer denen, die bloggen und twittern überhaupt unsere Vorstellungen der Bibliothek der Zukunft teilen. Wieviele Berufskolleginnen gehen davon aus, dass sie bis zur Pension einfach so weitermachen können wie bisher? Wieviele meinen, dass die zweifellos notwendigen Veränderungen dann von den undefinierten und undefinierbaren “Anderen” umgesetzt werden? Und wie bereiten die derzeitigen Ausbildungen auf diese Szenarien vor? Wird es überhaupt genügend Personal geben, dass die Anforderungen dann umsetzen wird können?

Nach dem geballten Pessimismus in Blogform, abschließend einen Tweet, den ich mir in Zukunft zu Herzen nehmen möchte:

Edit: Musste ein accent grave einfügen. Ein klassischer Fall von Muphry’s law.

tolino vs. kindle

Ich habe lange nicht gebloggt! Wenigstens kann ich guten Gewissens sagen, dass ich seit meinem letzten Blogpost viel gelesen habe, sowohl auf dem kindle als auch auf dem tolino. Ich finde beide eReader nach wie vor sehr praktisch.

Am kindle schätze ich

  • wie schnell und unkompliziert ich ihn mit ihm eBooks kaufen kann.
    Ich hab mir ein Papierbuch aus der Bibliothek geliehen, das mir sehr gut gefallen hat. Band 2 und 3 der Serie hat die Bibliothek nicht. Innerhalb von Minuten hab ich den zweiten Teil gekauft und über WLAN am kindle.
  • die seitlichen Blättertasten rechts und links.
    Auch die linke Blättertaste blättern weiter. Deswegen blättere ich immer wenn ich zurückblättern will zunächst in die falsche Richtung, bis mir einfällt, dass die oberen Blättertasten zum zurückblättern sind. Aber meistens blättere ich ohnehin weiter und da sind die Tasten sehr praktisch beim einhändigen Lesen.
  • wie einfach ich Artikel auf den kindle spielen kann.
    Es gibt ein Firefox-Plugin, mit dem man jeden Artikel, Blogeintrag etc. an den kindle senden kann. Beim nächsten Mal einschalten und mit WLAN verbinden lädt der kindle die Artikel dann herunter. Alternativ kann man auch Dateien an den kindle emailen. Praktisch für längere Zugfahrten, bei denen ich meine für später gespeicherten Artikel nachlesen möchte

Ich habe bei amazon kostenlos den “Geek-Atlas”, einen Reiseführer für Geeks, heruntergeladen. Ich wollte im Atlas nach Ausflugszielen in und um London suchen und mir ist aufgefallen, dass ich browsen, bzw. hin- und herspringen zwischen Inhaltsverzeichnis und Text auf dem kindle sehr unpraktisch finde, weil ich mich nicht gut orientieren kann, wo im Text ich mich befinde. Es hat mich überrascht, wie schnell und gründlich mich das genervt hat.

Obwohl ich prinzipell weiß, dass mein kindle keinen Touch Screen hat, erwische ich mich immer wieder mal dabei den Bildschirm zu berühren. Navigieren mit Tasten bin ich gar nicht mehr gewohnt. Obwohl ich sagen muss, dass die Bedienung des kindle wirklich gut durchdacht ist und sehr gut funktioniert (wenn man nicht gerade im Text herumspringen möchte).

Der tolino war mein treuer Begleiter während meiner “Game of Thrones” Obsession. Ich habe im Juni angefangen die Bücher zu lesen, nachdem die Fernsehserie in Pause gegangen ist. Die 5-bändige Serie hätte ich mir auf Papier wohl nicht angetan bzw. hätte es viel länger gedauert, weil ich 1000-Seiten Wälzer nicht gerne in der Handtasche mit mir herumtrage. Als eBook war Game of Thrones in London und später Irland dabei. Am tolino schätze ich besonders

  • die Beleuchtung.
    An einem lauen Sommerabend am Balkon sitzend, liest es sich besonders gut über King’s Landing. Und die tolino Beleuchtung zieht wesentlich weniger Gelsen (für Deutsche: Stechmücken) an, als die Außenbeleuchtung. Auch im Bett lese ich gerne mit der tolino Beleuchtung und nicht mit Nachttischlampe, weil ich mir da oft selbst einen Schatten werfe.
  • den Touchscreen.
    Trotz der gut gemachten kindle Bedienung ist ein Touchscreen für mich mittlerweile die logischere Art der Bedienung. Im Idealfall hätte ich wohl ein Lesegerät mit Blättertasten zum Lesen und einem Touchscreen zum einkaufen und navigieren.

Ich habe mir für den tolino basierend auf einem Review von literaturcafe.de die Hülle “Tuff Luv” bestellt. Sie ist eigentlich für den kindle Paperwhite gemacht, aber die Maße vom tolino sind fast identisch. Das einzige Problem ist, dass die Schlaufe die über das linke Eck geht den Einschalte-Schieber verdeckt, deshalb ist mein tolino meistens nur an 3 Ecken befestigt.

Interessanterweise finde ich den “integrierten Griff” der Hülle nicht besonders praktisch, aber dafür den Ständer mit dem man den Reader neben oder hinter den Teller stellen kann, sollte man beim Essen lesen (hab ich gehört). Nachdem ich die beiden Geräte ohnehin nie gemeinsam in Verwendung habe sondern nur hintereinander, verwende ich die Hülle für beide. Mein kindle hat zwar andere Maße, aber das fällt nicht wirklich auf.

Ich hab in den vergangenen Monaten sehr viel gelesen – eBooks und Papierbücher gleichermaßen. Dabei ist mir aufgefallen, dass ich zum eBook greife, wenn wenn ich weiß, was ich lesen möchte. Dann spiele ich das eBook auch auf den entsprechenden Reader und sorge dafür, dass er genug Strom kriegt. Wenn ich mich noch nicht entschieden habe, was ich als nächstes lesen möchte, dann gehe ich oft zum Bücherregal zuhause oder in der Bibliothek und lass mich von den vorhandenen Papierbüchern inspirieren. Problematisch wird das immer dann, wenn ich keinen Reader dabeihabe wenn das Papierbuch aus ist und dann akuter Buchmangel auftritt, meistens wenn ich noch eine Zugfahrt o.ä. vor mir habe.

Derzeit lese ich zum Beispiel den dritten Band von Ben Aaronovitchs Rivers of London Serie, die ich beim Einkaufsbummel in Dublin zu stark reduziertem Preis auf Papier gekauft habe. Den zweiten Band hab ich während einer Zugfahrt nach Wien ausgelesen, und weil ich kein weiteres Buch und auch keinen Reader dabeihatte, musste ich mir ein eBook aus der Onleihe auf das Handy herunterladen.

Ich lese nicht oft ganze Bücher am Handy, aber leichte, lustige, kurze Romane gehen da eigentlich ganz gut. Wegen des hohen Akkuverbrauchs und des stark spiegelnden Display ist das Handy nicht meine erste Wahl, aber in akuten Buchmangelsituationen ist es einer Zugfahrt ohne Buch jederzeit vorzuziehen 😉