Die Angst der Bloggerin vor dem Update

Kennt ihr das Gefühl? Je länger der letzte Beitrag zurückliegt, umso schwieriger ist es, einen neuen zu schreiben. Logisch wäre es dann, schnell etwas zu schreiben. Je länger man wartet, umso schlimmer wird es ja.

Und es mangelt noch nicht einmal an Themen und Ideen. Auch Zeit ist momentan kein Hindernis für mich. Schuld allein ist meine Prokrastinitis illustriert durch folgendes Dilemma:

Ich beschließe zu einem bestimmten Thema zu schreiben. Da fällt mir ein, ich hab doch interessante Blogs/Artikel gespeichert, die ich darüber noch lesen wollte. Also öffne ich Pocket – eine sehr praktische App, in der man Artikel die man später lesen möchte speichern kann und die besagten Artikel ohne Werbung anzeigt.

Auf der Suche nach den relvanten Artikeln scrolle ich nach unten und wate durch dutzende, wenn nicht hunderte Artikel über die Zukunft und Gegenwart des Bibliothekswesens und die Zukunft der eBooks (und eBook-Reader).

Dabei fällt mein Blick auf eine interessante Schlagzeile. Ich beginne zu lesen. Mehr Ideen! Aber oh, bevor ich schreiben kann, muss ich noch ein wenig recherchieren…und so fängt die Schleife wieder von vorne an.

Nachdem ich beim letzten dieser Versuche bis ganz zum Anfang meiner Liste ungelesener Artikel gescrollt habe, habe ich einen interessanten Beitrag über die Verwendung von Evernote gelesen, die mein Verhältnis dazu ganz gut beschreibt: I’ve Been Using Evernote All Wrong. Here’s Why It’s Actually Amazing

Ich dachte, die Lösung meines ungelesene-Artikel-Chaos wäre es eigentlich, “berufliche” (im weitesten Sinne) und private Artikel zu trennen, vielleicht sogar mit unterschiedlichen Apps anzugehen. Aber das habe ich bisher nicht durchgezogen und es hat im Prinzip nur dazu geführt, dass ich verschiedene Sammlungen von Ideen, Artikeln, Infografiken and den unterschiedlichsten Orten (Bookmarks, Pocket, Evernote, Favorisierte Tweets,…) hatte, aber selten wusste wo genau. Und wer kann und will berufliche und private Interessen schon so genau trennen?

Mein Plan für 2014 ist nicht einfach “öfter bloggen”. Pfft, das kann sich jede/r vornehmen. Nein, mein Plan ist, meine Sammlung an interessanten Artikeln neu zu organisieren und den Umgang mit neu hinzukommenden so zu überarbeiten, dass ich damit arbeiten kann und nicht nur in einer endlosen Liste darin hinauf und hinunterscollen.

Habt ihr Systeme entwickelt/übernommen, die für euch gut funktionieren? Ich freu mich über Erfahrungsberichte!

2 thoughts on “Die Angst der Bloggerin vor dem Update

  1. Das ist wirklich sehr ‘adorable’ – der Fokus auf Recherche und natürlich Sortierung der Informationen. Aber ist nicht das Schöne am Bloggen, daß man seine Gedanken teilen kann bevor sie den Ausgereiftheitsgrad eines wissenschaftlichen Texts erreicht haben? Und gleichzeitig die Herausforderung, daß man sich gegen die Informationsflut auch soweit abgrenzen kann, daß man sich auf eine Momentaufnahme einläßt?🙂

  2. Ja, ich wollte eh auch implizieren, dass es nur eine Ausrede ist, die gegelentlich herhalten muss. Aber ich glaube auch, dass ich wegen der vielen Links/Artikel/etc. den Überblick verliere und mich dann vielleicht einfacher zu dieser Ausrede hinreißen lasse oder im Suchen, Nachlesen, ewig weiterrecherchieren verbleibe, statt einfach zu schreiben, was mir in den Sinn kommt.

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