Gemeinfreie eBooks verleihen?

Gemeinfreie Werke sind solche, deren AutorInnen schon mehr als 70 Jahre verstorben sind. Solche Werke gibt es als eBooks z.B. beim Projekt Gutenberg, aber auch bei vielen kommerziellen Anbietern und können dort kostenlos legal heruntergeladen werden. In absehbarer Zeit sollen Bibliotheken solche eBooks über die Onleihe erwerben können. Für die Bibliotheken ist das nicht kostenlos, weil die Aufbereitung der Werke als ePub-Datei aufwendig ist. Aber der Preis liegt unter dem einer durchschnittlichen Melange (für Deutsche: Kaffee 😉

Dass es das Angebot geben wird, weiß ich seit Februar und seither bin ich unschlüssig, was ich davon halten soll.

Praktisch soll das Angebot meines Wissens nach als L-Lizenz umgesetzt, d.h. es können unendlich viele Personen gleichzeitig ausleihen. Aber es bleibt bei der Ausleihe – d.h. die Medien werden mit Kopierschutz versehen und haben demnach ein eingebautes Ablaufdatum.

Was gefällt mir an der Idee?

Meine pragmatische Seite findet es einfach praktisch. Man kann mit wenig Geld und wenig Aufwand das digitale Angebot der Bibliothek erweitern. Klassiker und Schullektüre sind keine Ausleihrenner, aber sie werden stetig nachgefragt. Solange es nur zwei Anbieter für eBooks für Öffentliche Bibliotheken gibt, die sehr sehr ähnlich sind und das selbe Geschäftsmodell haben, ist es sinnvoll, das gesamte digitale Angebot der Bibliothek über eine Plattform anzubieten.

Andererseits zeigen alle bisherigen Erfahrungen mit der Onleihe, dass aktuelle Belletristik am stärksten nachgefragt wird. Wie sinnvoll ist es, etwas das man mit einem quick and dirty google kostenlos findet, mit Leihfrist zu verleihen?

Statt gemeinfreie eBooks ins Angebot der Onleihe einzubinden, könnten wir sie stattdessen in unseren Kataloge verlinken. Ich verstehe den Reiz einer Plattform, die alle digitalen Angebote zusammenfasst, aber wie lange wird das ein Argument bleiben?

Beim Bibcamp (Anna bloggt dazu ausführlich) gab es eine Session zu eBooks in Öffentlichen Bibliotheken und da war ein Diskussionspunkt, dass die Abhängigkeit der Bibliotheken von einem Anbieter längerfristig problematisch ist (siehe Dokumentation Bibcamp).

Alternativ könnten wir es als unsere Aufgabe als Bibliotheken sehen unseren KundInnen beizubringen, wo sie im Netz frei verfügbare eBooks finden können und wie sie die ggf. konvertieren können. Oder ist dieser Anspruch unrealistisch? Wenn er aber unrealistisch ist, heißt das nicht, dass uns die generelle Richtung in die wir mit eBooks gehen möchten fehlt bzw. wir uns die Richtung von einer einzigen Firma vorgeben lassen?

Was meint ihr dazu?

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Nicht zu fassen – Graphic Novels “For Ladies Only”

Erinnert ihr euch? Vor zwei Wochen war ich in Nürnberg und habe dort einen Comic gekauft. Eigentlich wollte ich ja “Are You My Mother” von Alison Bechdel kaufen, aber Verena hatte das letzte Exemplar gekauft. Also habe ich ein bisschen geschmökert und bin dann auf “Wie ein leeres Blatt” von Pénélope Bagieu und Boulet gestoßen. Wenn ihr diesem Link folgt: http://www.carlsen.de/hardcover/wie-ein-leeres-blatt/27917#Inhalt kommt ihr auf eine neutrale Seite, wo ihr Cover, Inhalt und Bewertungen seht und den Comic direkt kaufen könnt.

Heute habe ich den Comic noch einmal gelesen. Und was sehe ich auf der letzten Seite? Etwas, das mir vorher nicht aufgefallen war. Etwas, das mir den Sonntagmorgen ein wenig vermieste. Das da:

Graphic Novels für Frauen

Foto Anna Zschokke

HÄÄÄÄÄÄÄ?!?!?! Was soll das? Nach einem entrüsteten Tweet die Googlesuche: ja. Das gibt’s wirklich. “For Ladies Only” sagt der Carlsen Verlag. Um die Reihe zu bewerben, gab es schon ein paar “Ladies-Nights” in Buchgeschäften, mit einer Lesung und

“Prosecco und fettreduzierten – aber sehr leckeren – Schnittchen der portable Make-Up-Tisch einer Kosmetikfirma, an dem man sich optisch herrichten lassen konnte, sowie eine Kamera mit New York-Fototapete, vor der eine Mitarbeiterin einer Hamburger Fotostudiokette gewillte Damen ablichtete,”

berichtet madamebooks in ihrem Blog. Besucht hat sie die Ladies-Night (Ladies’ Night, wenn schon!) gemeinsam mit Lachwitz, der ebenfalls darüber bloggte.

Dazu gleich mal ein Hinweis: ich teile nicht alle Meinungen, die in den bis jetzt und danach zitierten Blogs bzw. Comics vertreten werden.

Hier ein paar der Reaktionen (ansonsten “Graphic Novels für Frauen” googeln), auf die ich mich auch beziehen werde:

Auf “Das Leben ist kein Ponyhof” in Comic- und Blogpostform von Sarah Burrini – Leseempfehlung für den Comic, übrigens.

Auf “Ein Comicleben” – auch Leseempfehlung.

Auf Beetlebum von Johannes Kretzschmar

Und auf Grober Unfug – Blog eines Berliner Comicladens mit 2 Filialen, die sich schon mal auf einen Besuch von mir gefasst machen können. Am 11.5. ist nämlich Gratis-Comic-Tag und ich bin dann in Berlin. Und meine Katzenohren auch.

Und was sollen “Graphic Novels für Frauen” jetzt sein? Von der Seite des Carlsen-Verlags:

Die Antwort, warum es Graphic Novels für Frauen braucht, ist ganz einfach: Frauen stehen gar nicht auf Superhelden und krude Zeichnungen!

*seufz* Ehrlich? Wirklich? Alle Frauen? Unkritisch stehe ich nicht zu Superheldencomics, aber ich mag X-Men, besitze V for Vendetta und The League of Extraordinary Gentlemen (ja, keine “normalen” Superheldengeschichten) und lese gerne Manga und schaue gerne Anime mit Superhelden und Superheldinnen. Von den amerikanischen Superheldenfilmen hab ich jetzt ein bisschen genug, aber ich habe mir etliche angesehen und einige ziemlich cool gefunden. Außerdem: Wonderella und andere Onlinecomics. Und ich bin damit nicht allein. Es gibt viele weibliche Fans von Superhelden und Superheldinnen, da stimme ich mit Ein Comicleben überein.

Mir sind auch krude Zeichnungen egal, wenn nur die Geschichte gut ist oder die Gags lustig sind. Ach, Carlsen, Carlsen. Klar, hier geht es nicht um Frauen, die schon Comics lesen. Hier geht es um Frauen, die *nicht* Comics lesen, deshalb heißt es ja auch “Graphic Novels”, damit die Nase ungerümpft bleibt. Deshalb wäre es ja auch gut, wenn die “Graphic Novels für Frauen” in der Brigitte rezensiert werden, wie Sabine Witkowski, verantwortliche Redakteurin, zu madamebooks gemeint hat. Ich verstehe das. Neue Zielgruppen erschließen und so.

Um die Comics an die Frau zu bringen, wurden die “Graphic Novels für Frauen” auch als “Lifestyle-Produkte” beworben, mit Deko-Kissen, wie auf Grober Unfug zu sehen ist. Weiters wird auf der Seite des Carlsen-Verlags bekanntgegeben:

Und schließlich sind sie so gemacht, wie es selbst im Carlsen Verlag erst mal die Frauen haben wollten: Die Bücher passen in jede Handtasche, haben einen praktischen Gummibandverschluss UND fühlen sich gut an!

Ja, das ist wichtig! (Nicht.) Denn haben die neuen Graphic Novels nicht im Allgemeinen alle Handtaschenformat? Und Manga sowieso? Bzw. gibt es ja doch auch Stoffbeutel und Oversize-Handtaschen? Werden normale Bücher auch damit beworben, dass sie Handtaschenformat haben? Werden Graphic Novels sonst damit beworben, dass sie Rucksack- oder Aktentaschenformat haben? Ich mag ja auch die A4-formatigen Comics, weil sie ihren ZeichnerInnen mehr Platz bieten (ach, die ganzseitigen Bilder in Garulfo, und Mit Mantel und Degen). Insgesamt ist mir das Format egal, gebt mir gute Comics!

Und wie sieht es jetzt mit den Inhalten aus? Modewelt in Paris. Alltagsleben plus Schuhfetischismus. Magersucht. Klar, das hat “Frauen” zu interessieren. Nein, ich habe diese Comics nicht gelesen. Lesen würde ich sie schon, denn ich bin neugierig und die Geschichten scheinen gut zu sein (ich vertraue da mal auf Beetlebum und den Carlsen-Verlag). Zweimal pink und je einmal türkis, weiß und crémefarben sind die Cover, die bisher auch noch mit einem Hinweis “Special Edition For Ladies” versehen waren. Gnah. Warum das Pink ein Problem ist, erklären Ein Comicleben, Sarah Burrini und das Internet gerne.

Wie ein leeres Blatt

Foto Anna Zschokke

Der Comic “Wie ein leeres Blatt” hat keinen solchen Hinweis. Offensichtlich wurde das wieder aufgegeben, wie Andreas Blatt in seiner Rezension für das Comic-Blog der FAZ berichtet. Meine Motivation, zu dem Comic zu greifen, war ja genau Boulet, bzw. da ich ja seinen Onlinecomic lese, den er gratis im Netz zur Verfügung stellt, wollte ich ihn durch den Kauf des Comics finanziell unterstützen (ja, da bin ich wohl etwas idealistisch).

Hätte ich den Comic gekauft, wenn ich gewusst hätte, dass er “für Frauen” gedacht ist? Ich habe mich ja schon im Comicladen gewundert, was es mit den Gummibändchen
auf sich hat, da lagen nämlich noch mehr aus der Reihe. Aber nicht als Extra-Display, zum Glück. Die anderen haben mich aber nicht angesprochen, vor allem nicht, nachdem ich “Boulet” gesehen hatte. Im Nachhinein kann ich es nicht sagen. Vielleicht hätte ich ihn gekauft (Boulet!) und sofort einen Blogpost geschrieben? Vielleicht hätte ich auf dem Bibcamp eine andere Session (über Feminismus, Sexismus und/oder andere Ismen in Bibliotheken nämlich) gehalten?

Jetzt, da ich “Wie ein leeres Blatt” besitze, bin ich froh – die Geschichte ist gut. Es geht ja auch nicht um ein “Frauenthema”, sondern die Hauptfigur des Comics ist eine Frau, die ihr Gedächtnis verloren hat. Und sie holt sich Hilfe bei einer anderen Frau. Als Film würde der Comic den Bechdel-Test bestehen. Dabei wurde die Geschichte von einem Mann geschrieben, so wie auch “Luft und Liebe“, ein anderer Comic aus der “Graphic Novels für Frauen”-Serie, geschrieben von Hubert, gezeichnet von Marie Calliou.

Im Idealfall ist sowohl das Geschlecht der Leser*innen als auch der Autor*innen (ja, dieser Absatz bewusst mit Gendersternchen) egal – universell ansprechend sollen sie sein, die Comics. Wer kann sagen, was wem gefällt? Lesen Brigitte-Leser*innen denn nur Bücher über “Frauen”themen? Was sagt da der Carlsen Verlag?

Mit den Graphic Novels hat sich das inhaltliche und gestalterische Spektrum der Bildergeschichten so breit entwickelt, dass sich auch Frauen dafür interessieren.

Ach so, erst mit den Graphic Novels. Ja. Ehrlich? Dabei sollten sie doch im Carlsen Verlag eine Ahnung von Comicgeschichte haben. Aber es geht hier ja um “Frauen”, die noch keine Comics lesen.

Nun, ich lese ja schon Comics. Ich lese Comics, seit ich ein Kind bin. Comics haben in meiner ganzen Entwicklung eine unglaublich wichtige Rolle gespielt. Ich rede hier nicht von Micky Maus, Donald Duck, Lucky Luke, Asterix, Tim und Struppi, Gaston, Marsupilami, Isnogood, Yoko Tsuno und viele mehr, obwohl die auch immens wichtig waren. Ich rede von Claire Bretécher, Franziska Becker, Gerhard Seyfried, wunderschönen, absolut nicht jugendfreien und ganz auf Männer ausgerichteten Comics aus den Sammlungen von diversen Erwachsenen in meinem Umfeld, Ralf König (der war ganz, ganz wichtig), Maus, den unvergleichlichen Love & Rockets von Jaime und Gilbert Hernandez, Strangers in Paradise von Terry Moore, der eine große weibliche Leserschaft hat (für die beiden letzten danke, danke, DANKE Büchereien Wien!), Garulfo, Mit Mantel und Degen, Trent (ja, ich mag Western), etc. etc. etc. und so weiter, bis Flight, die tausenden Manga und die vielen, vielen Onlinecomics, die ich seit fast meiner Anfangszeit im Internet (gute 14 Jahre) lese.

Ich bin mit meiner Liebe zu Comics nicht allein. Es gibt noch viele andere Menschen, die Comics lieben und kaufen. Wie in einigen der Blogposts von männlichen Autoren angemerkt, hätten auch diese Interesse an den “Graphic Novels für Frauen”. Muss es also wirklich die Schubladisierung sein?

Mein Tipp: Anstatt “Graphic Novels für Frauen” herauszugeben, überlegt euch lieber, wie ihr gute Autor*innen unterstützt, die zu allen möglichen Themen schreiben. Wenn Kinder und Jugendliche zu Comics kommen, lesen sie alles und sollen auch alles lesen dürfen. Vielleicht verstehen sie noch nicht alles, aber der Eindruck bleibt. Springen Erwachsene erst über die Hürde des “aber Comics sind doch Kinderkram”, freuen sie sich sicher auch, wenn sie nicht in Schubladen gesteckt werden und ein genauso breites Angebot finden.

So aber: Sympathieverlust und Genervtheit.

Einmal Stadtbibliothek Nürnberg, bitte – Bibcamp 2013, Teil 2

Vorwarnung: Die Beschreibung des Bibcamp 2013 in Nürnberg folgt in Teil 3. Hier beschreibe ich meinen Besuch in der Stadtbibliothek Nürnberg mit vielen Fotos.

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Foto Anna Zschokke CC-BY-NC-SA 3.0

Auf dem Weg vom Comicladen (siehe Teil 1) zum Bibcamp kam ich auf die Idee, doch schnell in die Stadtbibliothek von Nürnberg zu schauen. Das ist jetzt aber kein umfassender Bericht, sondern eine Auflistung der Dinge, die mir aufgefallen sind. Für mehr als Schauen und Staunen hatte ich nicht wirklich Zeit.

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Foto Anna Zschokke CC-BY-NC-SA 3.0

Es war nicht weiter schwierig, die Stadtbibliothek zu finden. Nur der Haupteingang war ein wenig versteckter als erwartet, dahinter dann eine Freitreppe mit großen Stufen, die ins Bibliotheksinnere führte. Dort gab’s erst einmal das erste Staunen: Kästchen ohne Schlüssel, ohne Münzen! Einfach einen selbst gewählten, vierstelligen Code eingeben und voilà! Sehr elegant.

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Foto Anna Zschokke CC-BY-NC-SA 3.0

Mein nächster Halt beim Rundgang durch das Erdgeschoß war das Regal mit den Bereitstellungen für die BibliotheksbenützerInnen. Die stehen in der Stadtbibliothek einfach so offen herum – keine Wartezeiten am Schalter mehr!

Die Stadtbibliothek Nürnberg verlangt für die Benützung der Bibliothek übrigens keine Jahresgebühr und es gibt auch keine Gebühren für die Ausleihe von Medien. Verrechnet werden Mahngebühren und die Verlängerung von Medien. Genaueres dazu hat Wolfgang Kaiser auf bibliothekarisch.de geschrieben.

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Foto Anna Zschokke CC-BY-NC-SA

Leider konnte ich das schöne Stiegenhaus wegen einem beleidigten Knie nicht benützen. Also habe ich den Lift genommen. Jedes Stockwerk hat seine eigene Farbe und wie ihr sehen könnt, ist im Lift angeschrieben, welche Bereiche sich wo befinden.

Foto Anna Zschokke CC-BY-NC-SA 3.0

Foto Anna Zschokke CC-BY-NC-SA 3.0

Ich entschied mich für den dritten Stock, wo sich Kinder- und Junge Bibliothek befinden. Wie Bibliotheksbereiche für Kinder und Jugendliche gestaltet sind interessiert mich besonders. Vor allem die Trennung hat mich hier gereizt – wie würde diese aussehen?

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Foto Anna Zschokke CC-BY-NC-SA

In der Kinderbibliothek fiel mir erst einmal diese hübsche kleine Bücherausstellung zum Thema China auf. Genau auf der richtigen Höhe für Kinder befand sich eine gute Mischung mit Bilderbüchern und Sachbüchern. Das Buch “An Großvaters Hand” von Chen Jianghong kann ich übrigens nur empfehlen.

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Foto Anna Zschokke CC-BY-NC-SA

Auch die Höhe der Infotheke ist in zwei Bereichen auf kleinere Kinder ausgerichtet. Wie sich dieses offene Arrangement im Alltag bewährt würde ich gerne einmal sehen.

Weiter hinten gab es dann noch ein Zelt, große, bequeme Sitzgelegenheiten zum Herumlümmeln, lustige Teppiche, einen Veranstaltungsbereich mit großen Stufen, auf denen eine ganze Schulklasse sitzen kann, und viele, viele Medien in allen möglichen Sprachen. Der ganze Bereich ist schön, ohne mit zu viel Spielzeug oder kitschigen Gestaltungselementen vollgeramscht zu sein. Und der Ausblick ist umwerfend – leider war das Wetter trüb.

Foto Anna Zschokke CC-BY-NC-SA 3.0

Foto Anna Zschokke CC-BY-NC-SA 3.0

Und dann ging es eben in die Junge Bibliothek, ein Ausdruck, der mir gut gefällt. Mir gefällt auch, dass sie vom Kinderbereich räumlich klar getrennt ist.

Foto Anna Zschokke CC-BY-NC-SA

Foto Anna Zschokke CC-BY-NC-SA

Was mir nicht gefällt ist dieses Plakat. Mittlerweile ist klar, dass sich Bilder wie dieses negativ auf das Selbstbewusstsein junger Frauen auswirken – eine Gruppe von Jugendlichen, vielleicht sogar bei der Bibliotheksbenutzung wäre mir lieber.

Foto Anna Zschokke CC-BY-NC-SA 3.0

Foto Anna Zschokke CC-BY-NC-SA 3.0

Fast revolutionär ist hier aber im Sitzbereich der Getränkeautomat mit verschließbaren Flaschen. Ich hoffe, die Sitzgelegenheiten bleiben auch bei längerer Verweildauer bequem.

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Foto Anna Zschokke CC-BY-NC-SA 3.0

Hier gibt es auch einen eigenen Bereich für den XBOX-Treff, mit Fußschemeln – das ist ziemlich cool.

Foto Anna Zschokke CC-BY-NC-SA 3.0

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Vollends neidisch wurde ich dann bei der Mangasammlung. So eine hätte ich auch gerne in einer nahe gelegenen Bibliothek.

Foto Anna Zschokke CC-BY-NC-SA 3.0

Foto Anna Zschokke CC-BY-NC-SA 3.0

Die eingestrickte Säule war dann das letzte Highlight der Jungen Bibliothek, bevor ich weiter musste – ob es da eine Strickgruppe gibt, die sich dort trifft?

Insgesamt hat mir auch die Junge Bibliothek sehr gut gefallen. Wie das dann aber ist, wenn ältere BesucherInnen diesen Bereich der Bibliothek benützen wollen, ist eine andere Frage. Von amerikanischen BibliothekarInnen weiß ich, dass Bereiche für Jugendliche auch ältere BenützerInnen anziehen und dass sie ein ziemliches Auge darauf haben müssen, wenn diese für die Jugendlichen unangenehm werden. Ich unterstütze auch voll und ganz, dass Jugendliche ihre eigenen Bereiche brauchen. Aber ich will auch Manga lesen …

Dann musste ich weiter. Angenehm verabschiedet wurde ich durch die wohlriechende Seife in der Toilette im Erdgeschoß. Es war keine rosa, blaue, weiße oder schaumige Industrieseife, sondern sie duftete irgendwie nach Mandeln und Sheabutter und hat mich schwerst beeindruckt. So ein kleines Detail, aber was für ein bleibender Eindruck.

Es gab dann am 2. Tag des Bibcamps eine Führung durch die Bibliothek, die ich ausgelassen habe – ich mag Gruppenführungen nicht besonders. Ich weiß nicht, ob mir genauso viel aufgefallen wäre. Zwei Wochen später ist auch ein bisschen etwas von der “Alles ist so cool!”-Stimmung verflogen und ich sehe mehr Aspekte, darunter auch kritische. Aber der positive Eindruck überwiegt. Von daher – Stadtbibliothek Nürnberg – gerne wieder!

So. Und jetzt komme ich ENDLICH zum Bibcamp. In Teil 3 …

Editiert wg. Formatierungsproblemen.

Mit Katzenohren nach Nürnberg – Bibcamp 2013, Teil 1

Nur zur Vorwarnung: Eine genauere Beschreibung des Bibcamps 2013 in Nürnberg findet in Teil 3 statt. Hier beschreibe ich vor allem meine Vorbereitungen und einen Teil meines Ausflugs vor dem Bibcamp. Teil 2 beschreibt dann meinen Kurzbesuch in der Stadtbibliothek Nürnberg. Wenn ihr aber wissen wollt, warum ich beim Bibcamp Katzenohren anhatte, lest weiter.

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Foto Anna Zschokke CC-BY-NC-SA 3.0

Sie ging schon am Donnerstagabend los, meine Reise nach Nürnberg zum Bibcamp 2013. Bibcamp? Ein Bibcamp ist ein Barcamp für BibliothekarInnen und Bibliotheksinteressierte. Und was ist ein Barcamp? Ein Barcamp ist eine andere Form der Konferenz, eine Unkonferenz, frei zugänglich, ohne vorher festgelegtes Programm. Abgehalten werden keine Frontalvorträge, sondern Sessions, die jede und jeder vorschlagen kann und in denen, vielleicht nach einem kurzen Vortrag der ModeratorInnen, alle zum mitdiskutieren eingeladen sind. Oder schaut mal hier auf Wikipedia, was ein Barcamp ist.

Im Vorfeld, beim Packen, ließ ich meinen Assoziationen freien Lauf. Aus unerfindlichen Gründen dachte mein Hirn, dass ich Hosen anziehen müsste, denn wir könnten ja möglicherweise auf dem Boden sitzen. Das kommt wohl von meiner Assoziation von “Barcamp” mit “Spontanität”. Das hab ich meinem Hirn dann schnell ausgetrieben. Aber mein Hirn wollte auch Katzenohren mitnehmen. Katzenohren? Die haben doch auf einer ernsten Veranstaltung nichts zu suchen! Ein Bibcamp ist doch kein Faschingsfest und auch keine Comicbörse. Aber sagt das mal meinem Hirn. Also war ich stark versucht, sie zuhause zu lassen. Eine kurze Meinungserhebung auf Twitter hat mich umgestimmt.

Katzenohren und R2Knee2

Foto Verena Lenes

Und warum Katzenohren? Was es mit denen auf sich hat, wurde ich öfter gefragt. Bei der ersten Anfrage habe ich leider komplett ausgeblendet, dass nicht alle wissen, woher das Katzenohrenmem kommt und habe die Frage daher wohl sehr ungenügend beantwortet (sorry!). Katzen- und andere Tierohren sind ein Bestandteil der japanischen (Comic)kultur. Ja, genau, die kommen aus den Manga, den Comics mit den großen Augen. Heute sind sie nicht mehr so topmodern (die Manga- & Animewelt hat sich entwickelt), aber als Verkleidung auf Conventions, wo sich alle möglichen Fans treffen, sind sie ein wichtiger Bestandteil. Mehr dazu natürlich auf Wikipedia.

Für mich sind die Katzenohren einfach lustig und ich finde mehr Spaß täte uns allen gut. Ich habe sie auch einmal in meiner letzten Bibliothek aufgesetzt, sogar mit geschminkter Katzennase und Schnurrbarthaaren (damals wirklich am Faschingsdienstag) und die vielen erstaunten und lächelnden Gesichter waren es mir wert. Meine und eure Barrieren abbauen ist daher ebenfalls ein Bestandteil meiner Motivation. Außerdem, zynisch gesagt, wissen jetzt alle wer ich bin – die mit den Katzenohren.

Dyeforyarn in Fürth

Foto Anna Zschokke CC-BY-NC-SA

Das Bibcamp 2013 begann offiziell am Freitag, dem 12. April um 13 Uhr. Ich machte mich, wie gesagt, schon am Donnerstag auf den Weg. Am Freitagmorgen wollte ich genug Zeit haben, um in Fürth bei Dyeforyarn Wolle einzukaufen. Was meine Strickleidenschaft mit Bibliotheken zu tun hat, sage ich euch dann in Teil 3.

“Und dann hast du dich auf den Weg zum Bibcamp gemacht!”, sagt ihr. Ja … äh, nein. Nachdem ich wieder in Nürnberg angekommen war, machte ich mich auf den Weg zu einem Comicladen, den Verena schon am Donnerstag besucht hatte. Sie erstand dort Alison Bechdel’s neuen Graphic Novel “Are You My Mother?” (erscheint diesen Herbst auf Deutsch)., lieh ihn mir als Abendlektüre und da er mir sehr gut gefiel (ihr “Fun Home” gehört ja zu meinen wichtigen Büchern), musste ich mir ein eigenes Exemplar anschaffen.

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Foto Anna Zschokke CC-BY-NC-SA

Ich bin jetzt noch ergriffen vor Ehrfurcht bei der Erinnerung an diesen Comicladen. Ultra Comix heißt er, in der Vorderen Sternengasse in Nürnberg liegt er. Drei Stockwerke Comics, Bücher, Plakate, Spiele, T-shirts und noch viel, viel mehr. Alles, was so ein Nerdherz begehrt. Außer “Are You My Mother?”, denn das letzte Exemplar hatte Verena gekauft.

Also ein bisschen geschmökert und Fotos gemacht, dann “Wie ein leeres Blatt” von Pénélope Bagieu und Boulet gekauft. Darin geht es um eine junge Frau, die eines Tages auf einer Bank aufwacht und ihr gesamtes früheres Leben vergessen hat. Boulet führt übrigens hier ein grandioses Comiconlinetagebuch.

Befürchtet ihr jetzt, dass ich vor lauter Wolle, Comics und Begeisterung nie zum Bibcamp komme? Fürchtet euch nicht! In Teil 2 geht es weiter in die …

Foto Anna Zschokke CC-BY-NC-SA 3.0

Foto Anna Zschokke CC-BY-NC-SA 3.0

Editiert am 28.4. (Namen korrigiert).

My dream library

Foto Anna Zschokke

Foto Anna Zschokke CC-BY-NC-SA

If I ever get to interview people who want a job at the library I will hopefully work for then, I think one of the questions I’d ask would be: “Do you have a dream library?” Then I’d watch the candidate, I’d listen to what they say and how they say it. Do their eyes sparkle? What’s going on in their dream library? Does it involve humans or does it involve things?

Of course, budget constraints. Of course, personnel questions. Of course, e-books and all that. Of course.

But it’s a dream library. It’s not real. It serves to feed the soul of the librarian, because maybe some parts of it can be realized. Those can be small parts – displays, for example – or large parts, when, for example, a 3-D printer is purchased with the intention of offering a maker space or when a new library is built.

My dream library has a large plaza in front of it, so everybody can sit outside in the summer. It has areas for children and for teens. It has many rooms that can be used for making things, practicing things, for meetings, greetings, parties, what have you. It has an auditorium for lectures, movies, classes. It has a café where you can bring your own food and drinks. In that café there is a regular breakfast table, lunch table and dinner table for people who don’t want to eat alone. Everybody brings something to it.

My dream library has a large comic library. It has regular dress-up days, where people in costume get prizes (free dvd rental … or by then, possibly, free book rental). It has friendly service and long opening hours and it’s open on weekends and holidays. Ideally, it has a library cat, but I feel that could be very stressful for said cat, so … well, it’s my dream library. It has 10 library cats.

My dream library is open to everybody and actively works with the community to lend support to those who need it. That means social workers, nurses, showers. It might probably be best for it to have a kindergarten attached. Or at least it will have staff on hand to offer babysitting if parents just want to browse, work, relax for a few hours. Yes, that will cost money, but it will be offered. It’s my dream library.

In my dream library, you can borrow items. Tools you don’t use very often, baking forms, electronic gadgets, like heartrate monitors, water and soil testing kits, e-readers, mobile devices, plant seeds, glasses, art (from the community), musical instruments, knitting needles and crochet hooks, huge pots and pans, camping gear, extra chairs. In my dream library, you can borrow services – fixing things, gardening, babysitting, looking after elderly people, painting, moving things. The fees for services are other services. Or food. Or clothes. Or money.

My dream library is in a community that has community gardens, maybe even community fields. The plaza in front of it becomes a market place, where people trade their vegetables, fruit, and flowers. At the library you can take classes to learn how to preserve the excess vegetables and fruit, so the trading can go on even in winter. Once you know the basics, you can join the canning group that meets twice a month, because cooking together is more fun. On Saturday afternoons and evenings, the plaza becomes a different market, as people bring their crafts or things they no longer want to trade or sell, and people from the community perform the things they practiced together in groups or alone.

You can take a class for almost anything, as long as there is a teacher. The teacher doesn’t have to be there in person, after all, the internet is vast. And there is a group for almost anything, as long as there are interested people. Personally, I attend the knitting group, the choir and the folk group, the anime club and the comic society. Sometimes I’ll attend the gaming night. And I’m a member of the group that reads books out loud, so anyone can listen. We record the reading sessions, you can livestream them and later download them as a podcast from the library webpage.

Did I talk about the quiet room? My dream library has two rooms that get quiet at a certain time of the day, one for adults and one for kids. They can come there to rest, even nap, for an hour or two. Maybe there’s some Bach and other quiet music, louder than background music. Yes, there’s a supervisor.

My dream library has a garden, too. After all, I like flowers. All the trees in it carry fruit or nuts. And there are guest rooms, for librarians, scientists, writers, and other people who want or need to spend some time in the library or in the community.

Finally, my dream library records things. It records the life stories of the library patrons. It records their pictures, their movies, their email exchanges, their chat logs, their twitter feeds, if they want. It records the things produced at the library, produced in the community, and the things going on in the community.

And of course my dream library has a huge budget ;D

In the future I’ll sometimes talk about activities, events, services or media I’d like to offer at my dream library. Have you thought about your dream library lately?

Alternativen zum eBook-Verleih durch externe Anbieter?

Ich habe in meinen ersten beiden Posts auf die Öffentlichen Bibliotheken in den USA hingewiesen, die nur sehr wenige eBooks verleihen können. 3 von den 6 größten Verlagen lizenzieren gar keine eBooks für Öffentliche Bibliotheken. Diese Bücher können Bibliotheken einfach nicht digital erwerben.

Von den verbleibenden drei Verlagen bietet Random House eBooks an, aber zu stark erhöhten Preisen gegenüber dem Endkundenmarkt. Harper Collins vergibt Lizenzen für genau 26 Ausleihen, dann muss ein neues eBook erworben werden. Von Penguin gab es einige Zeit nur Lizenzen für Titel die älter als 6 Monate sind. Vorige Woche wurde angekündigt, das bald auch aktuelle Titel verfügbar gemacht werden. Die Titel können zum Endkundenpreis erworben aber nur für ein Jahr angeboten werden.

Die Situation ist alles andere als befriedigend. Nur eine der Konsequenzen der Entwicklung ist, dass Verlage damit indirekt in der Lage sind, das Angebot von öffentlichen Bibliotheken zu gestalten. Gespräche zwischen Vertretern des Bibliothekswesen und den Verlagen finden statt, sind aber derzeit nicht von Erfolg gekrönt.

Soviel zur aktuellen Lage. Was tun Bibliotheken, die sich mit der Situation nicht abfinden möchten?

Ich konnte im Februar bei einem Vortrag über Gaming in Öffentlichen Bibliotheken von Eli Neiburger von der Ann Arbour District Library dabeisein und hatte anschließend Gelegenheit, ihn darüber auszufragen, wie die AADL mit der eBook-Situation umgehen.

Eli findet es ergibt wenig Sinn, die Vorteile von eBooks, nämlich das einfache Kopieren, Teilen etc. nachträglich mit einem Schranken zu versehen, damit es an den Bibliotheksgeschäftsgang angepasst wird. Zusätzlich erzeugt es Frust und Arbeit für alle Beteiligten.

Sein Ansatz ist ein ganz anderer: Er hat sein Team angewiesen direkt mit den AutorInnen zu verhandeln. Sie möchten erreichen, dass der/die AutorIn das eBook als Datei zur Verfügung stellt. Das eBook kann dann für einen festgelegten Zeitraum, z.B. ein Jahr von allen Mitgliedern der AADL ohne Kopierschutz (und damit einhergehenden Kompatibilitätsproblemen) von der Webseite heruntergeladen werden.

Der/die AutorIn erhält dafür einen Scheck über den Betrag, der ungefähr dem entspricht, was er an Einnahmen durch Buchverkäufe in dem Einzugsgebiet der Bibliothek in einem Jahr erwarten könnte.

Was ich in drei Absätzen versucht habe zusammenzufassen, ist ausführlich in dem von Eli Neiburger verfassten Kapitel The End of the Public Library (As We Knew It)? (in Book: A Futurist’s Manifesto) nachzulesen. Das erste so lizenzierte eBook und den ersten Film (der gestreamt werden kann), gibt’s auch schon zu bewundern.

Die Douglas County Library verfolgen einen anderen Ansatz. Sie bleiben beim Verleihmodell für eBooks, aber sie haben die dafür notwendige technische Infrastruktur, wie z.B. den Adobe Lizenzserver, selbst aufgebaut. Die meisten anderen Bibliotheken mieten diese Infrastruktur von Anbietern wie Overdrive, 3M oder im deutschsprachigen Raum, der divibib. Mit der eigenen Infrastruktur kann die DCL nicht nur Titel anbieten, die diese Firmen lizenzieren, sondern selbst mit Verlagen verhandeln.

2013 haben sie 10 000 eBooks von der Plattform smashwords lizenziert. Smashwords ist eine Plattform für Indieverlage und self-publishing. AutorInnen können einfach und kostenlos ihre Werke bei smashwords einstellen und so verkaufen. Alle eBook, die von smashwords heruntergeladen werden können, sind ohne Kopierschutz.

Bücher, die im Eigenverlag erschienen sind, hatten früher einen sehr schlechten Ruf. Mittlerweile ändert sich das stark und einige schaffen es bis in die Bestsellerlisten. Das bekannteste Beispiel dafür ist wohl Shades of Grey. Trotzdem ist die Qualität von selbstveröffentlichen eBooks sehr variabel.

Um die besten Titel aus dem Angebot von smashwords herauszufiltern, hat die DCL die vorhandenen Verkaufszahlen, Bewertungsmöglichkeiten und Rezensionen der Seite  hinzugezogen, die von den LeserInnen der smashwords beigesteuert werden. Die Vorgehensweise wurde in diesem Artikel kritisiert, u.a. weil auch Kinderbücher durch diesen Algorithmus gekauft und nicht einzeln begutachtet wurden.

Der Bibliotheksleiter James LaRue erklärt die Investition seiner Bibliothek in eigene Infrastruktur und den Kauf von self-publishing Titeln sehr schlüssig: Die Titel der Bestsellerlisten bleiben den Bibliotheken zu einem großen Teil vorenthalten, weil einige Verlage gar keine Titel an Bibliotheken lizenzieren. Die via Overdrive oder 3M lizenzierbaren eBooks gehören der Bibliothek nicht (sie sind nur lizenziert) und einige der Titel haben den 5-fache Preis der Printausgabe. Diese Situation macht die Bibliotheken abhängig von Anbietern die nicht im Interesse der Bibliotheken handeln.

Titel von Indie-Verlagen oder aus dem Eigenverlag schaffen immer öfter den Sprung auf die Bestsellerliste und können im Gegensatz zu “Big 6” Titeln auch gekauft werden, so dass die Bibliothek nicht fürchten muss, Titel aufgrund von Änderungen der Verlagspolitik plötzlich zu verlieren. Und die DCL kann als eine der wenigen Öffentlichen Bibliotheken solche eBooks kaufen und verleihen.

Editiert am 8.4. (Link repariert)