Kindle

Ich habe kürzlich den Blogpost I got a Kindle von librarian.net gelesen und war sofort von Gadget-Neid befallen. Jessamyn hat einen gebrauchten Kindle über ebay gekauft. Ja, warum eigentlich nicht? Einen Kindle zum Vollpreis kaufen, wenn ich gerade ein neues Lesegerät erstanden habe, kann ich nicht rechtfertigen, aber aus beruflichem Interesse ist so ein Gebrauchtkindle schon sinnvoll, finde ich.

Außerdem habe ich vor kurzem auf Twitter von “Send to Kindle” gelesen. Man kann das Mini-Programm zu Firefox und Chrome hinzufügen. Dadurch kriegt der Browser ein neues Icon. Mit einem Klick darauf wird der Blogpost oder die Webseite dann an das Kindle-Konto geschickt und wenn der Kindle das nächste Mal mit WLAN verbunden ist, lädt er den Artikel automatisch herunter. Besonders angenehm daran ist, dass Werbung etc. herausgefiltert wird und nur der reine Artikeltext übrig bleiben sollte. Es gibt einige Apps und Dienste, die soetwas machen, z.B. Pocket (früher Read it later), aber die Integration mit dem Kindle gefällt mir. Noch ein Argument einen Kindle auszuprobieren. (Etwas ähnliches gibt es übrigens mit Evernote für den Sony PRS-T2)

Leider hab ich in Österreich keinen günstigen Kindle mit 3G (kostenloses Internet wie am Handy!) auf ebay gefunden, aber dafür einen günstigen, quasi unbenutzten “normalen” Kindle auf willhaben.at. Nach einem abendlichen Treffen auf einem schlecht beleuchteten Parkplatz ist er jetzt meiner!

Nach dem Einschalten ist man sofort auf der Seite “Einstellungen” wo man sich mit seinem Amazon-Konto einloggen kann. Die Bedienung des Geräts mit Tasten statt Touchscreen ist ungewohnt. Aber es hat auch Vorteile: der Druckpunkt der Tasten gibt ein besseres Feedback, als die Eingabe per Touchscreen, wo man lange nicht weiß, ob der richtige Buchstabe berührt wurde und gelegentlich aus Ungeduld Buchstaben doppelt tippt (hab ich gehört!).

Tasten auf dem KindleDie Bedienung ist einfach und man hat das System schnell durchschaut. Home-Taste, Tastatur auftauchen und verschwinden lassen, Menütaste (mittlerweile versteh ich das Symbol ja), Navigation mit der Auswahltaste in der Mitte.

kindle tasten

Die seitlichen Blättertasten haben einen komischen Druckpunkt, den ich gewöhnungsbedürftig finde. Aber dass es sie rechts und links gibt, je nachdem mit welcher Hand man den Reader gerne hält, finde ich praktisch, genauso wie die kleinere Zurückblättertaste oberhalb.

Ich habe schon ein paar gratis eBooks bei Amazon “gekauft”, deshalb waren mit meinem Konto dort schon eBooks verbunden, die auf dem Reader als Archiv aufscheinen. Will man sie herunterladen, geht sofort ein Fenster mit verfügbaren WLAN-Verbindungen auf, sobald die Verbindung steht, wird das eBook heruntergeladen.

Mein erster Eindruck ist sehr positiv. Ich bin gespannt, welchen der beiden Reader ich stärker nutzen werde.

Ich will nicht unterschlagen, dass der Kindle bzw. Kundin bei amazon zu sein Nachteile hat, aber die hebe ich mir vorerst für einen späteren Blogpost auf. Sie sind in dem Kindle-Posting auf librarian.net sehr gut zusammengefasst. Der auffälligste Nachteil und wohl auch der Grund, warum ich mit dem Kauf so lange gewartet habe, ist, dass der Kindle nicht mit der Onleihe kompatibel ist und auch keine ePubs lesen kann. eBooks im ePub-Format kann man zwar ins kindle Format umwandeln, aber nur wenn sie keinen Kopierschutz haben, was aber bei allen Onleihe eBooks der Fall ist.

Ich werde wohl in Zukunft meine eBooks mit Calibre verwalten (müssen), weil das Programm mit beiden Formaten umgehen kann.

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